Archiv für Mai 2009

IT Reseller wird eingestampft

am Freitag, 29. Mai 2009

Vogel Medien, schlussendlich eine Deutsche Firma welche in der CH-Presse mitmischen wollte, hat ja vor einiger Zeit die bekannten Magazine InfoWeek und IT-Reseller übernommen. IT-Reseller war deshalb bekannt, da es das einzige Magazin ist (war) welches sich auf IT Firmen fokusierte.

Doch am Dienstag wurde bekannt gegeben, dass dieses aufgegeben werden soll. Sicher wurde die Gelegenheit genutzt, dies in der “Finanzkrise” nicht grossartig begründen zu müssen:
http://www.inside-it.ch/frontend/insideit?&site=ii&_d=_article&news.id=17922

Mit einer Ausnahme wurden allen Mitarbeitern von IT-Reseller gekündigt.

Mein kleines Prozessor Experiment

am Freitag, 22. Mai 2009

Ich habe gerade einen alten 1HE-Server bei mir, so 5-6 Jahre alt. Ich wollte den nur kurz für einen kleinen Health-Test starten. Und: Ein Blick auf den Energie-Messer: Das Ding sauft 0.63A Strom! Das ist gleichviel wie ein neuer HP DL360G6 mit Xeon CPU, SAS Disk und 12 GB Ram. Doch meiner hat nur nen Desktop CPU, zwei SATA Disks mit 1 GB Ram.
 

Ich vermutete dass der hohe Stromverbreuch am CPU lag: Intel Pentium 4, 3.0 GHz mit HT. Ein sehr viel verkaufter Desktop CPU der einen riesen Nachteil hat: Er ist sehr Energiehungrig/Ineffizient.
Rechner mit diesem CPU würde ich generell tauschen, zum einten sind Sie alt, zum anderen sind die neuen DualCore/QuadCore viel effizienter. Ob Sie einen alten Stromfresser haben ist meistens vorne mit diesem Kleber gekennzeichnet:

Pentium 4 mit HT

Pentium 4 mit HT


 
Nun habe ich den CPU kurz getauscht: Durch einen alten 2.4 GHz Celeron CPU (ca. halb so schnell wie dieser oben, da auch kein HT). Das war früher der kleine Bruder vom P4 mit weniger Funktionen und wurde als Günstig-Linie geführt (war unter 100 CHF zu haben). Nun, ein abgespeckter CPU mit weniger Leistung wird doch wohl weniger Strom nehmen, oder?
Pech gehabt, viel langsamer ist er ja, aber noch ineffizienter:
0.73A Strom bei noch weniger Leistung….

HP G6 und Memory Konfig

am Dienstag, 12. Mai 2009

Nach einem HP Anlass heute wurde mir klar, dass das einfache Memory Upgrade von früher ab der neuen G6 nicht mehr so einfach sein wird.

Die Server haben pro CPU 9 Rams Slots, d.h. ein DL360 hat 18! Das ist soweit sehr gut, da er bis 144 GB unterstützt.
Ein CPU spricht Memories mit 3 Controllern an, d.h. es gibt 3x 3 Paare.
Das erste Paar arbeitet dabei schneller als das 2. und 3. und das 2. schneller als das 3.
D.h. im Optimalfall hat man 3x 2 oder 4 GB Blöcke drin. Sind es 6x 2 oder 4 GB Blöcke wirds langsamer, man hat aber mehr Speicher (was schneller ist als HD-Zugriffe).

Meine Handaufzeichnung von heute solls verdeutlichen:

HP G6 Ram Konfiguration

HP G6 Ram Konfiguration

Man kann eigentlich auch 4, 5, 7, etc. Memories einbauen, es funktioniert, der Server ist dann aber nicht balanced (auf deutsch: neues Wort für “scheisse”, nicht optimale Performance).
Ach ja, wenn wir schon bei balanced sind: Sind zwei physische CPUs eingebaut sollen beide die GLEICHE Ram Konfiguration haben. Alles andere funktioniert auch, ist aber wieder “nicht balanced”.
Um beim Thema zu bleiben: Es gibt die DDR3 und RDIMM und UDIMM Ausführungen. Immer schauen, dass die richtige Version bestellt wird, wir hatten schon beim ersten Test-Gerät die Nachrüstriegel in UDIMM statt RDIMM. Wenigsten piepst es dann sehr laut und man weiss, dass man nicht alleine ist ;-)

Wenn man also ein Server mit 3x 2GB nach drei Jahren auf 24 GB upgraden will, wirft man besser alles weg* und kauft 3x 8 GB, als mit irgendetwas nachzurüsten um nicht nur mehr Speicher zu haben sondern auch performant zu bleiben. (Ich höre schon die neuen Kundenrückfragen: “Sie wollen mehr Rams? Mehr Speicher bei gleicher Geschwindigkeit oder darf es mehr Speicher zu einem günstigeren Preis sein, dafür wird alles langsamer?)

* Da ja neu dieses Ram-Wegwerf-Prinzip gilt, muss man das ja irgendwie Umweltkompensieren: Die neuen Server brauchen weniger Strom. DL360 haben zum Beispiel neu nur noch 460W Netzteile und nicht mehr 700er drin, und: Der Server braucht gemäss unserem Messgerät wirklich 0.2A weniger Strom (Vergleich bei Normalbetrieb ohne Last zwischen DL360G5 und DL350G6)