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Staatliche Überwachung

Erich Troxler am Samstag, 17. Juli 2010

Der Bund will Internet Datenverkehr und E-Mails überwachen können. Und zwar definitiv. Dazu gehört auch Voice-Over-IP Telefonie.

Wir, und wie laut Presse 650 andere registrierte Schweizer Provider & Fernemeldeanbieter, bekamen vom EJPD Post (eingeschrieben versteht sich). Dort wird in 4 Seiten aufwändig erklärt, was man zu tun hat.
Es geht insbesondere darum, dass auf Anweisung vom EJPD Personen oder Daten überwacht werden können.
Dies will das EJPD sogar mit jedem einzelnen Anbieter testen.

Die Infrastruktur zur Überwachung von E-Mails, VoIP und Bandbreitenverkehr (also ADSL, VDSL, etc) müssen die Provider selber beschaffen, auf ihre Kosten.
Im ersten Schritt müssen alle Provider über eine Webseite (www.li.admin.ch) vom “Dienst Überwachung Post- und Fernmeldeverkehr (ÜPF)”  angeben welche Dienste sie anbieten.

Bei uns ist dies ja Webhosting und Hosted Exchange. VoIP und Endconsumer Datenanschlüsse bieten wir nicht an.
Bei Webhosting, Exchange  und E-Mails ist die Überwachung nicht besonders aufwändig, auch wenn man bereits über eine saubere Infrastruktur verfügt nicht unbedingt teuer zu beschaffen.
Bei VoIP und Bandbreiten Verkehr sind die Datenmengen massiv grösser und es gibt viel mehr Informationen, die man filtern muss. Diese Anbieter hatten sicher einiges zu investieren (und wenn es noch nicht gemacht ist sollten sie das wohl schleunigst machen).

Aber was bringt das Ganze?
Ich selber vermute, dass im Fall der Überwachung die Datenmengen schlussendlich so gross sein werden, dass es den Behörden einen enormen Aufwand bereiten wird diesen zu trennen. Ausserdem ist inzwischen sehr viel und stark verschlüsselt und erst auf dem Zielsystem entschlüsselt verfügbar. Ist also der Provider im Ausland nützen die verschlüsselten Daten überhaupt nichts.
So wie man es aber kennt wird es sowieso eine Ewigkeit dauern bis die Polizei (oder eine andere Behörde) überhaupt die Verfügung bekommt jemanden zu überwachen. Und bis es dann noch weitergereicht ist und beim Provider ankommt vergehen sicher wieder ein paar Tage. Auch gibt es sehr viele “Kleinstprovider” in der Schweiz mit einem oder zwei Servern. Diese verfügen selten über das nötige Know-How, geschweige denn über die nötige Infrastruktur.

Wie fühlen sich dann aber eigentlich die Bürger? Wenn sie wissen, dass sie staatlich abgehört/gelesen werden könnten?

Webhosting CP

Erich Troxler am Sonntag, 7. Februar 2010

Es ist soweit: Unser Webhosting Control Panel, das HCI (Hosting Control Panel) ist fertig. Es ist klar, wir werden es ständig weiterentwickeln, aber die erste Version geht nächste Woche produktiv.

Eingebaut wurde schlussendlich viel mehr als für die erste Version gedacht war. Ich will hier kurz ein paar Screenshot und Features vorstellen. Wieviele tausend Zeilen Code dahinter sind, will ich gar nicht mehr wissen.

1. Es gibt 4 verschiedene Ebenen

  • Administrator
  • Reseller/Wiederverkäufer/Whitelabeler
  • Domain Benutzer
  • E-Mail Benutzer

2. Alle Funktionen werden einfach mit installiert und sind einfach zu konfigurieren

  • FTP Zugriff
  • Domain/Alias/Subdomain Verwaltung
  • E-Mail Verwaltung und WebMail
  • POP3, SMTP, IMAP
  • MySQL Datenbankserver, PHP, Perl, SSI
  • Diverse PHP Liraries
  • Spam und Virenschutz
  • Diverse vordefinierte Server und Performance Konfigurationen
  • Und weiteres was ein guter Webserver braucht

3. Es ist kompatibel

  • Backup und Recovery sehr einfach, schnell und hardwareunabhängig
  • Voll automatisches Updates
  • Diverse eigene Interfaces (Wie z.B. Global Login für verschiedene Server)
  • Externe Interfaces, z.B. ins SCI (Server Control Interface) möglich, z.B. für Support Ticket oder Nameserver
  • Kompatibel mit unserem Inside Monitoring Agent für die Server Analyse

 Zum Schluss ein paar Screenshots:

Administrator Login

Administrator Login

 

Reseller Login

Reseller Login

 

 

Domain Login

Domain Login

 

Domain Übersicht

Domain Übersicht

 

Reseller Logo/Branding

Reseller Logo/Branding

 

Mitinstalliert: RoundCube WebMail

Mitinstalliert: RoundCube WebMail

Webhosting Administrations Interface

Erich Troxler am Donnerstag, 22. Oktober 2009

Dieses Programm dient für die Verwaltung von mehreren Webhostings/Domains auf einem Server. Ich habe es in diesem Blog schon mehrfach erwähnt. Nun gibt es wieder News:

  • Es heisst nicht mehr WCI, sondern HCI (Hosting Control Interface). WCI wurde vom Team als zu fest zweideutig empfunden (umgekehrt wärs noch besser: iWC).
  • Es hat ein Logo bekommen:
Logo für die Webhosting Administrations-Software

Logo für die Webhosting Administrations-Software

 

Wir haben es intern erstellt, verantwortlich ist Angela Nunez ;-)

Gerne erfreuen wir uns über Feedback/Kommentare!

Technisch sind wir schon sehr weit, aktuell am testen und die letzten Fehler auszubügeln. Wir werden nun noch das Frontend bearbeiten und dann hoffentlich bald die Final-Version präsentieren.

Update Webhosting Admin Software

Erich Troxler am Samstag, 4. April 2009

Wie bereits in einem früheren Post (http://blog.computerline.ch/2009/02/webhosting-administations-software/) geschrieben arbeiten wir an einer Webserver Administrations Software.

Zuerst wollten wir das langsam angehen und nur Domain Unterstützung (ohne E-Mail) bieten. Das Feedback war aber nach einem solchen Tool gross, welches auch schnell auf komplett anderer Hardware wiederhergestellt werden kann.

Alles was Domains betrifft ist schon komplett fertig, auch MySQL, PHP Flags, Konfigurationsänderungen, etc. Auch das einfache und automatische Update der Software funktioniert einwandfrei. Ein Dauerbrenner (Hilfe, meine Serverzeit stimmt nicht) haben wir gleich mit täglicher Synchronisation eingebunden.

Und jetzt bin ich tatsächlich daran die standartisierte E-Mail Integration zu testen. Mail-Queue Ansicht und datenbankbasierte Postfix Unterstützung sind schon da. Also auch alle E-Mail Features sollten dann einmal verfügbar sein. ToDos ist aktuell deren Einbindung ins Interface (was noch einiges an Arbeit bietet…)

Die Wiederherstellung in einem Total-Crash würde aktuell ganz einfach aussehen:

  1. Neue Linux Kiste aufsetzen (wenn nötig, Hardware egal)
  2. MySQL installieren und die Datenbank einlesen
  3. Die Ordner vom WWW-Root und von den E-Mails reinkopieren
  4. Den Installationsprozess vom Programm starten (welches automatisch die bestehende DB erkennt und alle nötigen Konfigs dazu neu schreibt und ebenfalls alle Zusatzprogramme wie FTP oder Postfix selber installiert und konfiguriert)

Und der grösste Vorteil ist, dass wir uns an “normale und bekannte” Standards halten, d.h. die Fehleranalyse wird viel einfacher.